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Weihnachtskrippen – Ausstellung und Versteigerung

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Fotos: Susi Underwood

„Angefangen hat alles mit der Krippe meines Vaters, die er selbst aus Holz gefertigt und mir geschenkt hat“, so erinnert sich Brigitte. „Die haben wir dann in London jedes Jahr zum Fest aufgebaut, wie es sich gehört.“ Da die große Familie aber in einem großen Haus wohnte, standen bald schon drei Krippen in verschiedenen Zimmern. Von keiner konnte sich Brigitte nach ihrem Umzug in eine kleinere Wohnung – die Kinder waren längst aus dem Haus – trennen, so dass sie sie kurzerhand nebeneinander auf ihrer Fensterbank aufstellte. Und da die neue Fensterbank eine beachtliche Tiefe hatte, war da noch Platz für mehr. Die Idee, nach weiteren Krippen Ausschau zu halten, war geboren.

Auf ihren vielen Reisen stellte Brigitte bald fest, dass andere Länder und Kulturen sehr unterschiedliche Formen und Materialien für ihre Krippendarstellungen verwendeten. Da kommt es dann schon mal vor, dass das Jesus Kind in einer Kokosnuss-Schale zur Welt kommt, oder die Hirten gehäkelt sind. Manche Krippen bestehen aus vielen einzelnen Figuren, andere konzentrieren sich auf die Heilige Familie. „Ich finde es faszinierend, wie Menschen sich die Weihnachtsszenerie in ihr Leben holen und mit ihrem Alltag ausmalen“, sagt Brigitte und zeigt auf eine Gruppe schlanker Sandsteinfiguren aus Eritrea, die eindeutig dem dortigen Menschenschlag nachempfunden sind. Über die Jahre sind so bald 40 verschiedene Krippen zusammengekommen, die in der Zusammenschau nicht nur den festlichen Hintergrund für eine weihnachtliche Messe bot, sondern auch eindrucksvoll demonstrierte, wie die Geburt Jesu Menschen weltweit berührt und verbindet.

Sandsteinfiguten aus Eritrea

Der liebevolle Aufbau aller Figuren aber kostet Zeit und Kraft, die Brigitte heute nicht mehr aufbringen kann. „Ich möchte aber auch nicht, dass alles auf dem Speicher verstaubt und irgendwann einfach weggeschmissen wird“, so begründet sie ihren Entschluss, die ganze Sammlung St Bonifatius zu stiften. Dort kann sie zur Nikolausfeier am 10. Dezember noch einmal von allen bestaunt werden. Und nicht nur das: Es können auch Gebote für einzelne oder mehrere Krippen abgegeben werden. „Damit sie zukünftig auch in anderen Familien und Häusern Weihnachtsfreude verbreiten“, so wünscht es sich Brigitte. Nur ihre Lieblingskrippe möchte sie buchstäblich nicht aus der Hand geben: In der Tradition der Schutzmanteldarstellungen liegt das Kind hier eingebettet in ein geschmeidiges Holzei, umschlungen und geborgen in Maria, sowie beide umarmt und beschützt von Josef. Regelrecht (be)greifbar wird so das Geheimnis der Weihnacht, in der sich Gott uns ausliefert und doch das Innerste der Welt bleibt.

Diese Krippe will Brigitte behalten. Alle anderen können am 10. Dezember im Wynfrid House angeschaut und ersteigert werden.

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