Skip to content
Karfreitagsmeditation: Das wahre Antlitz

Datum

von

Kategorie

„Was ihr für einen meiner geringsten Brüder getan habt,
das habt ihr mir getan.“

(Mt 25,40)

In unserer Welt
gibt es Täter und Opfer –
und Zuschauer (oder Wegschauer).

Am Kreuzweg Jesu stehen Frauen – und weinen.
Weil sie das Leid und die Tortur eines Menschen mitansehen müssen?
Weil sie wissen, dass auch dieser Mensch der Sohn einer Mutter ist?
Weil sie diesen Menschen kennen und ihm verbunden sind?

Im Evangelium haben die Frauen keine Namen.
In der Tradition aber tritt eine von ihnen hervor,
belässt es nicht beim Lamentieren,
und reicht Jesus ein Schweißtuch:
Veronica.

Aufhalten kann sie den Lauf der Dinge nicht.
Aber sie vermag die Ohnmacht zu überwinden
und in einen Akt der Menschlichkeit
dem Leib Jesu Linderung zu verschaffen
und seiner Seele Beistand zu schenken.