Fotos von Andreas Blum, Edith Sander, Luzia Balk und Westminster Cathedral
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Nähere Informationen zu Westminster Cathedral.
Der imposante Ziegelbau sollte sich bewusst an die schon bestehende Bauweise der umliegenden Häuser anpassen (siehe linke Häuserzeile).
Unserem Guide waren aufmerksame Zuhörer sicher (auch wenn die Orgelstimmer ihm - und uns - die Sache nicht leicht machten).
Der Innenraum wirkt riesig und bietet bis zu 3000 Gläubigen Platz. Typisch byzantinisch, wird der Raum mit Mosaiken und Marmor ausgekleidet. Work in Progress - wohl noch für viele Jahrzehnte.
Dominierendes Feature ist das 10m große und 2t schwere Kreuz über dem Altarraum.
Das "Great Rood" wie es mittelenglisch auch genannt wird, ist das Gemeinschaftswerk mehrerer Künstler ...
... und hat eine selten gesehene Rückseite, auf der Maria ein Schwert durch die Brust geht (Lk 2,35), das auf der Vorderseite genau die Seitenwunde Jesu trifft.
Doch die meiste Zeit haben wir uns für die zahlreichen Seitenkapellen genommen, die unser Guide detailreich erklärte.
In der (schottischen) Andreas Kapelle, wimmelte es von Meerestieren, um den Fischer-Beruf des Apostels zu ehren.
Den zahlreichen englischen Märtyrern, die vor allem zwischen 1535 und 1681 im Königreich verfolgt wurden, ist eine modern ausgestaltete Kapelle gewidmet.
Das älteste Kunstwerk der Cathedral ist jedoch eine Marienstatue, die wohl um 1450 im Raum Nottingham geschaffen wurde und Jesus im zeittypischen "Shapespeare-Look" zeigt, wie unser Guide mit einem Augenzwinkern sagte.
In der Marienkapelle ist neben Tower und Tower Bridge ...
... auch die Cathedral selbst in der Apsis abgebildet.
Selbst die Suffragetten haben Spuren hinterlassen: Sie bestanden auf einer Darstellung der Hl. Johanna vor Orleans (die sich militärisch und zunächst erfolgreich gegen die englische Streitmacht gewehrt hatte, bevor sie von den Engländern als Ketzerin verbrannt wurde).
Abschließend noch ein Gang durch den Chorraum ...
... und ein Blick vom Ambo in das lange Kirchenschiff.
Die Sakramentskapelle ist traditionell dem Gebet vorbehalten, weshalb hier keine Führungen stattfinden.
So viel zu schauen gab es selten und die Fülle lädt ein, wiederzukommen.
Heute muss ein letzter Blick (auf die Rückseite) der Cathedral genügen. Doch zur International Mass (26.09.) sind wir dann schon wieder da ...





2 Kommentare
Vielen Dank für die schöne Zusammenstellung der Fotos mit den netten Kommentaren! Damit wird die Atmoshäre der Führung wiedergegeben. Es war toll!
Sehr interessant – vielen Dank für die Einführung in dieses eindrucksvolle Gotteshaus.