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Beichtvorbereitung mit Kindern

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Wir alle kennen seit vielen Jahren die umstrittene kirchliche Tradition, dass die Erstbeichte ganz eng mit der Erstkommunion verknüpft ist. Es gibt Einwände: „Ist das denn nötig, wo Kinder doch nicht wirklich schuldig werden?“, oder auch Bekräftigung: „Es ist gut, dass die Kinder lernen, wie man beichtet, hat uns ja auch nicht geschadet.“

Wenn wir ehrlich sind, ist die Erstbeichte oft auch die Letztbeichte und hat später keinerlei Platz im Leben der Kinder und ihren Familien. Hinzu kommt, dass die Kinder auch die Erfahrung machen müssen, dass außer ihnen kaum noch einer (sichtbar) zur Beichte geht.

Trotzdem steht im Rahmen unserer Erstkommunionvorbereitung in Ham auch in diesem Jahr ein „Beichtwochenende“ an. Wir haben uns intensiv mit der Frage beschäftigt, wie das sinnvoll und kindgerecht ablaufen kann, und uns dazu entschlossen mit den Kindern einen Weg zu gehen, der vielleicht letztendlich auch zu einer selbstbestimmten Beichte führen kann.

Unser Wochenende im März soll einen ersten Beitrag zur Gewissensbildung leisten, um erkennen zu können, wo ich Fehler mache oder auch schuldig werde, sei es bewusst oder unbewusst. Natürlich sollte dies auch in der Schule und in der Familie erlernt werden, aber für uns Christen ist darin auch der Gottesbezug wichtig. Wenn uns im Nächsten Gott begegnet, dann ist eben auch Gott betroffen, wenn wir an ihnen schuldig werden.

Dieser Gott ist es aber auch, der uns immer wieder seine Liebe und Vergebung schenkt. Mit diesem Anknüpfungspunkt wollen wir versuchen, den Kindern aufzuzeigen, dass Beichte kein Richterspruch ist, sondern Lebenshilfe, und dass Gott sie bedingungslos liebt, egal wer sie sind oder was sie gemacht haben. Vor allem wollen wir den Kindern auch die Angst nehmen, die vielleicht auch manchmal durch fehlgeleitete Sätze wie: „Das musst du beichten!“ hervorgerufen werden.

Was heißt das jetzt konkret für unsere Kommunionkinder? Wir werden zum Abschluss des „Versöhnungswochenendes“ gemeinsam einen Bußgottesdienst feiern und anschließend jedem Kind noch die Gelegenheit zu einem persönlichen Gespräch mit dem Priester geben. Wir hoffen, dass die Kinder (und die Familien) so die Erfahrung machen, dass da jemand ist, mit dem ich reden kann, und der mich vielleicht auch unterstützen kann, wenn ich allein nicht weiterweiß.

1 Kommentar

  1. Ich finde die ‘Entkopplung’ von Erstbeichte und Erstkommunion sehr wichtig. Das Vorbereitungswochenende in St. Bonifatius ist ein guter Weg, diese Themen anzusprechen


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