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VORBEREITUNG
Einen Platz ohne viel Ablenkung in der Wohnung suchen,

wenn möglich ein Kreuz/Andachtsbild und eine Kerze bereitstellen,

eine bequeme, aber bewusste Körperhaltung einnehmen

und ruhig werden. Gegebenenfalls Texte/Aufgaben aufteilen.


Sich der Gegenwart Gottes bewusst werden

und sich mit anderen Gemeindemitgliedern verbunden wissen.

Die Kerze anzünden.



ERÖFFNUNG

Wir bezeichnen uns mit dem Kreuz.

Im Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen.



EINFÜHRUNG

Unser Gott ist kein distanziertes Gegenüber, unser Gott ist mit uns. Jesus ist die Brücke zu ihm, eine Brücke, die nie einstürzt. Die Beziehung Gottes zu den Menschen und die Beziehung von uns Menschen zu unserem Gott kann eine Herausforderung sein – wir hören heute davon.



KYRIE-RUFE

Herr Jesus Christus, du bist zugleich Geheimnis und Offenbarung unsere Gottes. Herr, erbarme dich.

Herr Jesus Christus, du zeigst uns den Vater, der mit uns das Schwere und das Leichte des Lebens trägt. Christus, erbarme dich.

Herr Jesus Christus, in der Kraft des Heiligen Geistes bist du in der Schöpfung zu allen Zeiten und über das Ende hinaus. Herr, erbarme dich.

Der gütige Gott erbarme sich unser, er mache unseren Gang aufrecht und unsere Herzen leicht, er nehme von uns das Joch der Sünde und der Schuld, er schenke uns Versöhnung und Frieden.



LIED

GL 395 Den Herren will ich loben



GEBET

Guter Gott

dein Sohn hat uns eine Ahnung gegeben,

wie du für uns bist.

Du hast uns versprochen, mit uns das Leben zu bestehen.

Sei du mit uns zu allen Zeiten.

Trage unser Leben mit, wenn es zu schwer wird.

Lass uns auch wissen, wie sehr wir in der Verantwortung stehen,

wenn wir es zu leicht nehmen.

So bitten wir dich, der lebt und liebt in alle Ewigkeit.

Amen



BIBLISCHE LESUNG

Mt 11, 25-30

Aus dem Matthäusevangelium

In jener Zeit sprach Jesus:

Ich preise dich, Vater, Herr des Himmels und der Erde,

weil du das vor den Weisen und Klugen verborgen und es den Unmündigen offenbart hast.

Ja, Vater, so hat es dir gefallen.

Alles ist mir von meinem Vater übergeben worden;

niemand kennt den Sohn, nur der Vater,

und niemand kennt den Vater, nur der Sohn und der, dem es der Sohn offenbaren will.

Kommt alle zu mir, die ihr mühselig und beladen seid!

Ich will euch erquicken.

Nehmt mein Joch auf euch und lernt von mir;

denn ich bin gütig und von Herzen demütig;

und ihr werdet Ruhe finden für eure Seele.

Denn mein Joch ist sanft und meine Last ist leicht.



GEDANKEN ZUM EVANGELIUM

Wenn es uns schlecht geht, freuen wir uns, wenn jemand da ist, der sein Mitgefühl deutlich macht. Das kann sogar funktionieren, wenn sich die Menschen nicht richtig begegnen konnten, nur auf Abstand. „Geteiltes Leid ist halbes Leid” – dafür muss man nicht einmal im selben Raum sein.

Gott macht es genauso. Selbst wenn wir seine Gegenwart nicht sehen oder anfassen können, ist er da und lebt. Jesus macht uns das im Evangelium deutlich: Alles Heil, was ihr durch mich erfahren habt, vielleicht sogar am eigenen Körper, ist Heil Gottes.

Die Solidarität mit dem leidenden Menschen, die Jesus zu allen Zeiten seines Wirkens an den Tag gelegt hat, ist die Solidarität Gottes mit seiner Schöpfung. Wenn Gott den Weg von uns Menschen mitgeht, dann heißt das nicht, dass das Leben so ganz einfach daherkommen wird. Wenn Gott mit uns Menschen durchs Leben geht, dann ist sein Versprechen, dass hinter allem Schwerem, hinter allem Unabwendbaren, aber auch hinter allem sinnlosen Leiden noch mehr steht. Gott wendet sich in Jesus den Menschen zu und macht uns deutlich: Du schaffst das, du kannst das Leben bestehen!

Aber das war nicht alles, denn Gott will nicht den Untergang des Menschen, sondern sein Leben in Fülle. Darum ist Jesus von den Toten auferstanden und nimmt uns auf diesen Weg mit. Und Jesus ist noch immer unter uns – in der Form von Brot und Wein (was wir übrigens als Gemeinde ab nächste Woche wieder feiern wollen, wie Andreas in seinem wöchentlichen Brief geschrieben hat).

Gott verspricht nicht das Paradies auf Erden, wenn wir mit ihm sind und er mit uns. Er lädt uns ein, alles daran zu setzen, dass diese Erde einen Vorgeschmack des Paradieses bietet. Jede und jeder, der in Gottes Schöpfung ist, soll sich dafür einsetzen, soll seinen Teil auf sich nehmen und mitmachen.

Das beginnt ja bekanntlich im ganz Kleinen – die Zeit der Pandemie lehrt uns, an wie vielen Stellen man sich den Nächsten zuwenden kann, um Heil Gottes spürbar werden zu lassen. Genau das hilft, dieser Erde Züge des Himmels zu verleihen.

Wenn wir so am Himmel auf Erden mitmachen, können wir sicher sein, dass Gott mit uns ist. Er ist dann nicht ein fremder Gott, ein Gott, der Opfer annimmt und sich dann wieder aus dem Leben seiner Schöpfung zurückzieht. Nein, er ist und bleibt Gott-mit-uns, auch dann wenn es schwierig wird.

Das Evangelium ist ein Versprechen: Mit Gott an unserer Seite können wir das Leben wagen, das er mit uns geht. Aber dieses Evangelium ist auch ein Aufruf: Weil der Gott Jesu Christi an unserer Seite ist, sollen wir dieses Leben wagen.



FÜRBITTEN

Gütiger Gott, du versprichst, dass das Leben mit dir gelingt. Nicht immer können wir das so deutlich erkennen. Daher bitten wir dich:

•             Wir beten für all jene Menschen, die unter den Lasten ihres Lebens zusammen zu brechen drohen. Lass sie dein Mitgehen erleben, wenn andere an ihrer Seite das Joch tragen helfen.

•             Wir beten für all jene Menschen, die sich nichts zutrauen, die vor allen Ansprüchen und Herausforderungen resignieren. Lass sie erkennen, was sie können, und ermutige sie, das auch zu tun.

•             Wir beten für all jene Menschen, die meinen, ganz allein auf sich selbst gestellt zu sein und die niemandem trauen – nicht einmal dir. Schenke ihnen die Erfahrung, dass du auch dann da bist, wenn wir das nicht glauben können.

•             Wir beten für all jene Menschen, die nie zur Ruhe finden und sich beständig über ihre Grenzen hinaus verausgaben. Lass sie wissen, dass du das Ziel unseres Lebens bist und wir uns die Erlösung nicht selbst bereiten können.

•             Wir beten für all jene Menschen, die ihren irdischen Weg vollendet und jede Last ihres Lebens endgültig abgelegt haben. Schenke du ihnen Ruhe und Frieden in deinem Reich.

Guter Gott, deine Hilfe kann in uns mehr bewirken, als wir uns denken können. Unsere Fürbitten fassen wir zusammen und bekräftigen wir, in dem wir das Gebet des Herrn sprechen:



VATER UNSER



LIED

GL 456 Herr, du bist mein Leben



GEBET / SEGEN

Seid gesegnet

in all eurem Ringen und Aufbegehren

in all eurer Sehnsucht und Hoffnung

in all eurer Verzweiflung und Angst.

Seid gesegnet

jeden Tag neu

in eurer Einmaligkeit und Stärke

in eurer Einzigartigkeit und Schwäche. –

So segne uns der gütige Gott:

Der Vater, der Sohn und der Heilige Geist.

Amen.